4 gute Gründe für Fernwärme

 | Ist Fernwärme eine gute Alternative zum eigenen Heizsystem? Das ist sie! Wir erklären Ihnen, was Sie davon haben und wie Sie von einem Heizungswechsel profitieren.

Wie der Name schon sagt, kann mittels Fernwärme oder Fernheizung die Wärmeversorgung von Gebäuden sichergestellt werden – und das für Raumwärme und Warmwasser. Was der Name nicht verrät: Fernwärme ist ein sehr regionales Heizsystem. Thermische Energie gelangt in Form von Warmwasser von der nahegelegenen Heizzentrale des Versorgers über ein erdverlegtes, gedämmtes Rohrsystem zu den Verbrauchern. Für Fernwärme kommen verschiedene Wärmequellen in Frage: Kehricht, Kläranlagen, Holzschnitzel, Geothermie und andere.

1. Grund: Umwelt schonen

Der Betrieb eines grossen Heizkraftwerks ist effizienter und damit günstiger als die Nutzung vieler kleiner Heizkessel oder Wärmepumpen in einzelnen Gebäuden.

Wer also beispielsweise im Raum Murten Fernwärme bezieht, erhält CO2- und damit klimaneutrale Wärme und schont die Umwelt. Damit Fernwärme erneuerbar ist, muss die Wärmequelle erneuerbar sein. Bei IB-Murten werden Holzschnitzel, und damit eine natürliche Ressource, zur Verbrennung und damit zur Wärmeherstellung verwendet. Dadurch wird die Luft nicht mit Schadstoffen belastet, wie es bei anderen Wärmequellen der Fall wäre.

Fernwärme ist zudem regionale Wärme, bei IB-Murten zu 100 %. Auch das erklärt die gute CO2-Bilanz des Heizsystems. Die Transportwege der Holzschnitzel bis zur Heizzentrale sind sehr kurz. Und auch im Fernwärmenetz gelangt das heisse Wasser über kurze Wege zu den Verbrauchern – so geht unterwegs kaum Energie verloren.

2. Grund: Geld sparen

Kosten spielen bei der Investition in eine neue Heizung eine zentrale Rolle. Damit ein aussagekräftiger Vergleich zwischen verschiedenen Heizsystemen gemacht werden kann gilt es, alle Kostenbestandteile zu beachten.

Fernwärme wird vom Kanton gefördert. Wussten Sie das? Bei der Umstellung von einer fossilen Energiequelle oder Elektroheizung auf Fernwärme erhalten Sie Subventionen. Bis Ende 2022 wurden diese um zusätzlich 50 % auf CHF 5'000 – 10’000 erhöht. Die genaue Höhe ist abhängig von der Anschlussleistung und der Brauchwassererwärmung. Beim Kanton finden Sie online weitere Informationen sowie das Gesuchsformular.

Da die Wärme in der Heizzentrale hergestellt wird und nicht in den Gebäuden der Verbrauchsstellen, entfallen die Wartungskosten. Auch Tankreinigungsarbeiten oder Kosten für den Kaminfeger fallen weg. Im Gebäude entstehen weder Russ noch Rauch oder Gerüche. Die komplette Wartung, vom Leitungsnetz bis und mit den Übergabestationen wird von IB-Murten als Eigentümer des Netzes durchgeführt. Sämtliche Kosten hierfür sind in der Grundgebühr inbegriffen.

Mit Fernwärme profitieren Sie zudem von einem langfristig stabilen Energiepreis. Dieser ist indexiert und richtet sich hauptsächlich nach dem Landesindex für Konsumentenpreise und nach dem Holzschnitzel-Preisindex. Kurzfristige Kostenschwankungen können also ausgeschlossen werden.

Auch um die Beschaffung und den rechtzeitigen Nachschub von Brennstoff, beispielsweise Öl, müssen Sie sich als Verbraucher nicht kümmern. Ebenso entfällt die Vorabfinanzierung der Wärmelieferung – Sie zahlen für Fernwärme Abschlagszahlungen wie beim Strom.

Weiter spielt die Amortisation der Heizung in der Kostenrechnung eine wesentliche Rolle. Die Investition in eine Ölheizung muss beispielsweise über rund 20 Jahre amortisiert werden. Danach stehen Ersatzinvestitionen an. Bei Fernwärme geniessen Sie einen «all inclusive»-Tarif, der bereits alle Kosten enthält, inklusive derer für Reparaturen.


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3. Grund: Komfortabel wohnen und arbeiten

Die Fernwärme, die zu Ihnen ins Gebäude gelangt ist sofort gebrauchsfertig. Die Bedienung des Systems überzeugt durch seine Einfachheit in der Anwendung – auch, da die Wartung beinahe komplett entfällt.

Innerhalb der eigenen vier Wände sinkt der Platzbedarf bei der Umstellung auf Fernwärme. Es werden keine Lagerkapazitäten mehr benötigt und zudem weniger Heiztechnik. Es wird lediglich ein Wärmetauscher eingesetzt, der keinen separaten Raum braucht.

Und hier fällt ein weiterer Vorteil auf: wer keine eigene Wärmeerzeugung im Gebäude hat, muss diese auch nicht ersetzen. Sie müssen sich nie wieder um den Ersatz ihrer Heizung kümmern.

4. Grund: Sorglos leben

Fernwärme beziehen Sie das ganze Jahr über an 365 Tagen verlässlich von Ihrem lokalen Energieanbieter. Und da wir uns bei IB-Murten als Versorger verstehen, legen wir Wert auf eine hohe Versorgungssicherheit. Diese erreichen wir durch eine Redundanz bei der Produktion: zwei Holzöfen decken den Fernwärmebedarf ab, eine Gasfeuerung dient der Spitzenlastabdeckung. Über Noteinspeisepunkte haben wir die Möglichkeit, im Notfall mit provisorischen Wärmeerzeugern einzugreifen.

Zudem ist jede Übergabestation direkt mit der Heizzentrale verbunden. Aus der Zentrale können die Stationen somit direkt überwacht oder auch justiert werden.

Die hohe Versorgungssicherheit und der Wegfall der Beschaffung auf Vorrat machen die Nutzung des Heizsystems so angenehm. Auch beim Thema Sicherheit sammelt Fernwärme Pluspunkte: ohne Heizöltank im Gebäude entfallen die Gefahren, die dadurch entstehen können.

Und zu guter Letzt: eine Umstellung auf Fernwärme ist bei bestehendem Leitungsnetz schnell und einfach umgesetzt.

Gehört Fernwärme die Heiz-Zukunft?

Ja. Fernwärme ist eines der Heizsysteme der Zukunft. Vor allem dann, wenn sie mit erneuerbarer Energie erzeugt wird. Das Energiegesetz des Kantons Freiburg folgt der Energiestrategie 2050 des Bundes und weist Förderungen für den Fernwärmeausbau aus. Denn Fernwärme kann einen wesentlichen Teil zur Energiewende beitragen. Wenn Sie als Verbraucher die Energiewende mit uns vorantreiben möchten, dann ist der Bezug von erneuerbarer Energie einer der vielen Schritte, die nötig sind.


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