Strom für die Region Murten

Unser Strom für Murten ist regional, nachhaltig und zuverlässig. Damit sorgen wir für die Energie, die Sie für Ihr Leben brauchen.

Energie für Ihr Zuhause

Das Murtenbiet ist unsere Heimat und die von IB-Murten. Darum versorgen wir Sie zuverlässig mit Strom.

Mit EnergiePur erhalten Sie Energie zum Einheitstarif zu 100 % aus erneuerbaren Quellen. Eine Unterscheidung erfolgt lediglich saisonal, mit günstigerer Energie im Sommer. Wollen Sie EnergiePur, zusätzlich mit lokalem Solarstrom in Echtzeit ergänzen? Werden Sie Mitglied einer lokalen SolarLive Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) und profitieren Sie von reduzierten Netznutzungstarifen.​

Produzieren Sie Strom?

Sie haben eine Photovoltaikanlage und produzieren mehr, als Sie verbrauchen? Erfahren Sie, wie Sie Ihren Eigenverbrauch erhöhen oder Ihren Überschuss im Gebäude, mit Nachbarn oder gemeindeweit vermarkten.

Zu den PV-Lösungen

Unsere Stromprodukte 2027 in der Übersicht

EnergiePur

100 % erneuerbarer Strom

Unser Standardprodukt für alle Kundinnen und Kunden mit erneuerbarem Strom aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse zum Einheitstarif mit saisonaler Unterscheidung (Sommer/Winter).

  • 100 % erneuerbare Energie
  • 100 % aus Europa
  • Saisonaler Tarif (Sommer/Winter)
  • > Tarifblatt

SolarLive (LEG-Strom)

Lokaler Solarstrom in Echtzeit aus Ihrer Gemeinde

Treten Sie einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) bei und beziehen Sie lokalen und nachhaltigen Solarstrom aus Ihrer Nachbarschaft. SolarLive ist ideal als Ergänzung zum Einheitstarif EnergiePur.

  • -20 % bis -40 % Rabatt auf Netznutzung
  • 100 % erneuerbarer Solarstrom
  • 100 % aus dem Murtenbiet
  • -1 Rp./kWh mit SolarLive
  • > Anmeldung auf leghub.ch
Stromprodukte vergleichen
Kostenrechner Produkte 2027
Unser Rechner ermöglicht Ihnen, die Kosten für den Strombezug im Tarif EnergiePur auszurechnen. Prüfen Sie zudem, ob sich die Teilnahme in einer LEG für Sie lohnt. Geben Sie die Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt oder Ihren Jahresverbrauch der letzten Rechnung an.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Berechnungen um einen Richtwert handelt.

Ihre Angaben zum Stromverbrauch

Anzahl Personen im Haushalt:

oder Verbrauch in kWh pro Jahr:
kWh
Strompreis berechnen

Ihre Kosten

EnergiePur
Standardprodukt

100% Erneuerbare Energie aus der Schweiz und Europa

  • 100% Erneuerbar
  • Aus der Schweiz und Europa
  • Einheitstarif mit Sommer/Winter-Unterscheidung

Angebot individuell berechnen

SolarLive.
Gemeinde

Solarstrom aus deiner Gemeinde, wenn genügend Sonne scheint

  • Aus PV-Anlagen aus deiner Gemeinde
  • Ergänzend zu EnergiePur
  • In Echtzeit

Angebot individuell berechnen

SolarLive.
Quartier

Solarstrom aus deinem Quartier, wenn genügend Sonne scheint

  • Aus PV-Anlagen aus deinem Quartier
  • Ergänzend zu EnergiePur
  • In Echtzeit

Angebot individuell berechnen

  • bei Eingabe bis 50'000 kWh: Messtarif "NS Direkt" berücksichtigt
  • bei Eingabe >50'000 kWh: Leistungsgebühr wurde mit 20 kW Spitzenleistung berechnet und Messtarif "NS Wandler" berücksichtigt. Bei höherer Spitzenleistung steigen auch die Kosten

Saisonaler Energietarif

Neu gibt es Sommer- und Wintertarif statt Hoch- und Niedertarif.

Bisher unterschied sich der Strompreis je nach Tageszeit in Hoch- und Niedertarif. Ab 2027 ändert sich die Tarifstruktur: Neu gibt es beim Energieanteil eine saisonale Unterscheidung in Sommer (April bis September) und Winter (Januar bis März und Oktober bis Dezember). Grund ist, dass die Beschaffungskosten heute primär von saisonalen Schwankungen der Energieverfügbarkeit abhängen.

Im Winter ist der Energiepreis auf Grund der höheren Nachfrage und der tieferen Verfügbarkeit von lokalem Solarstrom definiert. Im Sommer ist der Energiepreis günstiger, da mehr lokaler Solarstrom im Netz verfügbar ist. Grundpreis, Leistungstarif und Messtarif bleiben unverändert. Auf die totalen Stromkosten pro Jahr sollte diese Änderung nahezu keinen Einfluss haben.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Den Allgemeinen Geschäftsbedinungen entnehmen Sie alle wesentlichen vertraglichen Details für Ihren Strombezug.

Strom - Allgemeine Geschäftsbedingungen

Zur LEG anmelden

Hier können Sie sich einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) anschliessen und von lokal erzeugtem, nachhaltigem Strom profitieren.

Anmeldung auf leghub.ch

Haben oder planen Sie eine eigene PV-Anlage?

Selbst produzierten Solarstrom können sie effizient nutzen, teilen und weiterverkaufen. Entdecken Sie die verschiedenen Lösungen von IB-Murten. Unsere Photovoltaik-Experten beraten Sie gerne.

Photovoltaik-Lösungen entdecken

Fragen zu den Tarifen

  • Was ist der Netzzuschlag?

    Der Netzzuschlag ist eine gesetzliche Förderabgabe des Bundes (gemäss Art. 35 EnG) und wird durch den Netzbetrieber erhoben. In der Abgabe enthalten ist u.a. die Einspeisevergütung und die ökologische Sanierung der Wasserkraft

  • Wieso müssen die Zählerableser nun zu einem anderen Zeitpunkt meinen Zähler ablesen?

    Mit der Umstellung auf eine Differenzerung von Sommer und Winter ist neu eine Ablesung ende des ersten und dritten Quartals und Ende des Jahres notwendig um eine eindeutige Zuordnung zwischen den gültigen Tarifen und dem Verbrauch machen zu können.
    Jedoch ist es so, dass mit dem Rollout der Smart Meter eine Ablesung über das Smart Meter Kommunikationssystem möglich ist und eine Ablesung vor Ort nicht mehr notwendig ist. Bis Ende 2027 werden 80% der Smart Meter in unserem Versorgungsgebiet umgerüstet mit Ende 2028 nahezu 100% somit ist der zusätzliche Zugang zu den Stromzählern nur in einer Übergangsphase noch notwendig.

  • Warum zahle ich nun mit dem Smart Meter die Blindleistung?

    Die Blindleistung ist schon immer Teil der Netznutzungskosten, mit den alten Zählern konnte diese nicht gemessen werden, weshalb Sie nicht direkt verrechnet wurde sondern in den Kosten der übrigen Netztarife integriert war und die Kosten über alle Kunden gleichmässig beglichen wurden. Einzig für Gewerbe- und Industriekunden wurden schon früher spezielle Zähler eingesetzt und die Blindleistung separtiert ausgewiesen, respektive verrechnet. Die Smart Meter ermöglichen nun auch für Basiskunden eine verursachergerechte Zuweisung der Kosten und eine separate Verrechnung der Blindleistung.

  • Was ist Blindenergie respektive Blindleistung?

    Blindenergie ist ein Anteil der Energie, welcher nicht in Wärme, Bewegung oder ähnliches umgesetzt werden kann, jedoch von gewissen Anlagen wie Wärmepumpen benötigt wird, damit sie funktionieren können.
    Dieser Anteil der Blindenergie, respektive Blindleistung belastet das Netz genau gleich wie die nutzbare Wirkenergie, respektive Wirkleistung.

    Sie können sich die Blindenergie wie den Schaum auf einem Cappuccino vorstellen, er gehört dazu wie der Kaffee selber, jedoch trinken tut man nur den Kaffee selbst.

  • Bis anhin habe ich AquaEuro bezogen. Wird für mich der Strom nun teurer?

    Für Haushaltskunden hat die Umstellung auf EnergiePur, ein Standard Produkt für alle gleich auch eine Kostensenkende Wirkung. Im Durchschnitt sinken die Stromkosten für einen Haushaltskunde mit 4500kWh/a der Heute AquaEuro bezieht um rund 6 % das heisst um 6 CHF/mt. Gewerbekunden erfahren im Durchschnitt eine marginale Steigung der Kosten mit 1.4% das sind 34 CHF/mt. Auch hier gilt, wer noch weiter sparen will kann einer LEG beitreten und auf dem Anteil Sonnenstrom der in Echtzeit innerhalb der LEG ausgetauscht wird von einer Reduktion der Netznutzung profitieren

    Mehr dazu in diesem Dokument.

     

  • Bis Ende 2027 müssen Energieversorgungsunternehmen 80 Prozent ihrer Messstellen auf Smart Meter umgestellt haben. Wird IB-Murten das Ziel erreichen?

    Im Versorgungsgebiet von IB-Murten sind aktuell rund 40 Prozent der Messstellen auf Smart Meter umgestellt und laufend kommen neue hinzu. Wir sind auf Kurs und haben das Team welches die Zähler wechselt weiter verstärken können. 

  • Wie hoch ist der Anteil an Solarstrom im aktuellen Strommix bei IB-Murten ?

    Mit den Aktuell installierten Produktionsanlagen im Versorgungsgebiet der IB-Murten lassen sich rund 10.9 GWh Strom produzieren. Davon werden rund 5.4 GWh ins Netz von IB-Murten zurückgeliefert.

  • Die Menge von selbstproduziertem PV-Strom nimmt in der Schweiz kontinuierlich zu. Trifft das auch auf das Versorgungsgebiet von IB-Murten zu? Wenn ja, wie wirkt sich dies auf den Strompreis aus?

    Ja, die Stromproduktion aus Photovoltaik nimmt auch in Murten kontinuierlich zu. Energieversorgungsunternehmen wie IB-Murten sind verpflichtet, den PV-Produzenten ihren überschüssigen Strom abzunehmen, der Preis wird in den sogenannten Rückliefertarifen festgelegt. Die Auswirkungen auf die Energietarife sind gering, der Anteil beträgt rund 20% der benötigten Energiemenge.

  • Aus welchen Quellen stammt der Strom des Standardprodukts?

    Schweizer Solarstrom, Strom aus Schweizer Wasserkraft und Wasserkraft sowie Windkraft aus Europa.

  • Warum ist der Strom in Winter teurer als im Sommer?

    Im Winter treffen gleich mehrere Faktoren zusammen, die zu einem höheren Strompreis führen:

    - Höhere Nachfrage: Die Tage sind kürzer und kälter, weshalb mehr Strom für Beleuchtung und Heizungen benötigt wird, und zwar gleichzeitig von sehr vielen Verbrauchenden.

    - Weniger Solarstrom: Die Sonneneinstrahlung ist im Winter deutlich schwächer und kürzer. Solaranlagen produzieren rund 20% ihres jährlichen Ertrags im Winter.

    - Höhere Importabhängigkeit: Weil die einheimische Produktion im Winter den Bedarf oft nicht vollständig deckt, muss die Schweiz mehr Strom aus dem europäischen Ausland importieren, und das zu Marktpreisen, die im Winter ebenfalls höher sind.

    - Knappe Verfügbarkeit auf dem Markt: Ganz Europa hat im Winter einen erhöhten Strombedarf, was das Angebot verknappt, und die Grosshandelspreise steigen lässt.


    Das Zusammenspiel von hoher Nachfrage und reduzierter Produktion, sowohl in der Schweiz als auch in den Nachbar-ländern, ist der Hauptgrund für die saisonalen Preisunterschiede.

  • Warum wird der Hoch- und der Niedertarif abgeschafft?

    Das Modell mit Hoch- und Niedertarif wurde in den 1960er-Jahren eingeführt, als Grosskraftwerker und um die Uhr gleichmässig Strom lieferten. Damals war es sinnvoll, den Verbrauch in die günstigere Nacht zu verlagern.

    Mit dem starken Wachstum der Solarenergie hat sich die Situation grundlegend gewandelt: Heute steht tagsüber und vorallem in den Sommermonaten reichlich Strom zur Verfügung. Genau dann, wenn er früher teuer war. Den Stromverbrauch in die Nacht zu verlagern ist damit nicht mehr das Hauptzieliel, sondern das Gegenteil ist der Fall. An sonnigen Mittagen übersteigt das Angebot die Nachfrage, während abends und nachts wieder Strom aus anderen Quellen benötigt wird. Je mehr Solaranlagen ans Netz gehen, desto stärker wird dieser Effekt.
    Der Einheitstarif schafft die Voraussetzung für zukünftig zusätzliche flexiblere Modelle enzubieten. Mit Smart Metern werden künftig zeitvariable Tarife möglich, die den Verbrauch gezielt dann anreizen, wenn tatsächlich viel Strom im Netz vorhanden ist. Mit dem Einheitstarif müssen Sie auch keine Anpassungen an Ihren Anlagen machen, beispielsweise kann die Boilersteuerung so einfach belassen oder angepasst werden.

  • Warum sinken 2027 die Stromkosten für Privatkunden und bleiben für Gewerbekunden praktisch unverändert? Aufgrund der Rückerstattung der Deckungsdifferenz müssten die Tarife für Gewerbekunden doch auch sinken?

    Die Deckungsdifferenz aus dem Jahr 2023 betrifft ausschliesslich die Energie und kommt allen Kunden in der Grundversorgung weiterhin im selben Ausmass zu Gute. Mit der Umstellung auf EnergiePur, ein Stromprodukt für alle, dass der Realität die Beschaffung am Markt besser entspricht, gibt es eine leichte Verschiebung der Energiekosten. Die Gewerbekunden profitieren weiterhin von tieferen Abgaben und tieferen Netznutzungskosten, was zusammen mit der tarifsinkenden Wirkung der Deckungsdifferenz zu einer Stabilisierung der gesamten Stromkosten führt. 

  • Die Deckungsdifferenz aus dem Jahr 2023 ist mit dem Tarifjahr 2027 abgebaut. Diese preissenkende Wirkung fällt also für die Tarife 2028 weg. Muss man deshalb im nächsten Jahr mit steigenden Preisen rechnen?

    Der Wegfall der preissenkenden Wirkung bedeutet nicht automatisch steigende Tarife. Ob die Strompreise 2028 steigen, sinken oder stabil bleiben, hängt vor allem vom Marktpreis für Strom ab, also davon, zu welchen Konditionen IB-Murten die benötigte Energie beschaffen kann. Mit der Energiewende, insbesondere auch aufgrund der instabilen geopolitischen Lage, sind die Preise an den Grosshandelsmärkten weiterhin volatil. IB-Murten setzt sich mit einer strukturierten preissensitiven Beschaffungsstrategie dafür ein die Energie möglichst kostengünstig zu beschaffen.

  • Um wie viel sinkt der Tarif für Privat-, Gewerbekunden 2027?

    Von den tieferen Netznutzungskosten profitieren sowohl die Haustahltskunden wie auch die Gewerbekunden. Die Umstellung der Energieprodukte hat zur Folge, dass die gesamten Stromkosten für Haushaltskunden sinken und für die Gewerbekunden stabil bleiben.

    • Privatkunden in der Grundversorgung: -7.2 Prozent
    • Gewerbekunden in der Grundversorgung: -0.2 Prozent


    Beispiele Jahresrechnungen 2026 im Vergleich zu 2025:

    • Privatkunden: Eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4'500 Kilowattstunden (H4) bezahlt 2025 1’213 Franken und 2026 1’127 Franken. Das sind 86 Franken (pro Monat: gut 7 Franken) weniger.
    • Gewerbekunden: Ein typischer Gewerbekunde mit einem Jahresverbrauch von 150'000 Kilowattstunden (C3) bezahlt heuer 32'543 Franken und im kommenden Jahr 32'493 Franken. Das sind 50 Franken (pro Monat: 4 Franken) weniger.


    In den aufgeführten Zahlen ist die MWST nicht einbegriffen.

  • Wird diese Preisentwicklung in den nächsten Jahren weitergehen?

    Die Preise sind durch externe Faktoren getrieben. Wir beschaffen den Strom weiterhin im Voraus und geben etwaige gesunkene Kosten weiter.

    Wir sind stets besorgt, den Betrieb und die Versorgungsicherheit so effizient wie möglich sicherzustellen. Der Grossteil der Kosten wird auch für die kommenden Jahren von externen Faktoren getrieben, die wir nicht direkt beeinflussen können. Wir beschaffen den Strom für die Kunden in der Grundversorgung über mehrere Jahre im Voraus. Daher wissen wir: den weitaus grössten Anteil am Endpreis werden auch in den nächsten Jahren die Energiepreise am Markt haben. Sollten die Kosten in Zukunft sinken, werden wir diese Effekte ebenfalls an die Kundinnen und Kunden weitergeben können.

  • Wie haben sich die Strompreise bei IB-Murten in den Jahren davor entwickelt?

    Die Strompreise für einen typischen Haushalt sind von 2015-2021 kontinuierlich gesunken. Für Gewerbekunden konnten sie stabil gehalten werden. Danach setzte eine Trendwende ein: Für die Jahre 2021 und 2022 sind die Tarife für beide Kundengruppen leicht angestiegen, 2023 deutlich. Nun sind die Tarife vier Jahre in Folge gesenkt worden. Ein neuer Trend lässt sich dadurch nicht ablesen.

  • Was sind Solidarisierte Kosten Swissgrid?

    Solidarisierte Kosten sind Kosten die durch Massnahmen des Budnes über das das Übertragungsnetz abgerechnet und somit allen Endkunden in Rechnung gestellt werden. Swissgrid stellt diese zwar in Rechnung ist aber nicht verursacher dieses seit 2026 neuen Tarifs. Konkret geht es hier um die Netzverstärkungen in den unteren Netzebenen, welche gemäss Stromversorgungsgesetz seit 2025 ebenfalls von Swissgrid abgewickelt werden müssen. Der Tarif enthält zudem die vom Parlament beschlossenen Überbrückungshilfen für die Stahl- und Aluindustrie. 

  • Was sind Stromreserven des Bundes?

    Die Stromreserven des Bundes sind Massnahmen des Bundes zur Erhöhung der Versorgungssicherheit, insbesondere im Winter. Der Bund sichert Wasserkraftreserve und weitere Reserven beispielsweise in Form des Reservekraftwerks in Birr. Die Kosten dieser Reservehaltung  werden über alle schweizer Endkunden finanziert.

  • Was sind Netznutzungskosten?

    Das sind die Kosten für die Infrastruktur für das Verteilnetz und die Vorliegernetze.

    In der Netznutzung sind einerseits die Kosten für die Infrastruktur unseres eigenen Verteilnetzes enthalten, und andererseits die Kosten der sogenannten Vorliegernetze, also jene Kosten, welche uns die Groupe E und Swissgrid in Rechnung stellen, damit der Strom über ihre Netze von den Kraftwerken in unser Verteilnetz fliessen kann. Zudem beinhalten die Netznutzungskosten die Kosten für die Systemdienstleistungen, Stromreserve des Bundes und solidarisierte Kosten Swissgrid.

     

  • Was sind Systemdienstleitungen (SDL)?

    Als Systemdienstleistungen (SDL) werden die Kosten beschrieben, die bei der Swissgrid für den ständigen Ausgleich zwischen Verbrauch und Produktion entstehen. Die Swissgrid hat diese für die Versorgungssicherheit zentrale Aufgabe gesetzlich vorgeschrieben zu erfüllen.

  • Wie entsteht eine Deckungsdifferenz und kommt das öfter vor?

    Die Tarife für das Folgejahr (Tarifjahr) müssen bis zum 31. August des aktuellen Jahres publiziert werden. Die erwarteten Kosten werden auf Basis des Vorjahres und bekannten Veränderungen des aktuellen Jahres berechnet.
    Die effektiven Kosten sind erst mit Abschluss des Tarifjahres bekannt.
    Mit Abschluss des Tarifjahres, der sogenannten Nachkalkulation, wird dann die Differenz zwischen den Einnahmen und den effektiven Kosten berechnet. Diese Differenz wird Deckungsdifferenz genannt. Da Innerhalb eines Jahres verschiedene Effekte, beispielsweise die Wetterlage, den Verbrauch beeinflussen kommt es alle Jahre zu einer Differenz, welche positiv wie auch negativ sein kann. 
    In der Kalkulation der nächsten drei Tarifjahren wird diese Deckungsdifferenz mit eingerechnet.
    Das heisst gab es Mehreinnahmen kann dies eine Tarifsenkende Wirkung haben, gab es minder einnahmen eine Tarifhebende Wirkung.
     

  • Ist es gesetzlich vorgeschrieben, Deckungsdifferenzen zurückzuerstatten?

    Stimmt die Summe des Entgelts, welches IB-Murten für die Grundversorgung erhoben hat oder die Summe des Netznutzungsentgelts, das IB-Murten während eines Tarifjahres erhoben hat, nicht mit den anrechenbaren Energie- bzw. Netzkosten überein (Deckungsdifferenz), so muss Sie die Abweichung innert der nächsten drei Tarifjahre ausgleichen .(Art. 4d Abs. 1 und 18a Abs. 1 StromVV).

  • IB-Murten ist voll dem Markt ausgesetzt. Das ist ein Risiko?

    IB-Murten kauft den Strom über drei Jahre im Voraus ein. So kann das Risiko von Preisschwankungen am Markt gedämpft und sichergestellt werden, dass die Tarife dem Marktpreisniveau folgen. Dies kann zugleich eine Chance als auch ein Risiko sein. Bis 2022 waren die Marktpreise vergleichsweise sehr tief. In den Jahren 2022 und 2023 dann ausserordentlich hoch. Seit ende 2023 bewegen sie sich nun im Bereich der Gestehungskosten von Grosskraftwerken erneuerbarer Energie.

  • Warum werden die Messkosten als eigener Messtarif ausgewiesen?

    Ab 2026 müssen nach den gesetzlichen Vorgaben die Messkosten als eigener Messtarif aufgeführt werden. Damit werden die Kosten für die Netznutzung und das Messwesen klar getrennt und transparent auf der Stromrechnung ausgewiesen.

    Der Messtarif deckt sämtliche Aufwendungen ab, die notwendig sind, um Ihren Stromverbrauch technisch korrekt zu erfassen. Dazu gehören die Kosten für die Zählerinfrastruktur sowie für Installation und Betrieb. Auch die Personalkosten für die Verarbeitung und Aufbereitung der Messdaten sind darin enthalten.

     

    Wie werden die unterschiedlichen Messtarife definiert?

    Der Messtarif hängt von der Art der Messung ab und dem daraus resultierenden Aufwand. Im Normalfall kann der Strom in der Niederspannung direkt an der Hausinstallation gemessen werden. Ist der Stromfluss für die normale Messtechnik zu hoch sind Stromwandler notwendig. Wird der Stromverbrauch in der höheren Netzebene, der Mittelspannung gemessen, sind zusätzlich noch Spannungswandler notwendig.

     

    Welchen Zählertyp habe ich?

    Standardmässig wird ein Zähler des Messtarifs NS Direkt verbaut dabei ist nicht relevant ob es sich um einen Smart Meter oder um einen alten Stromzähler handelt. Anlagen mit einem grösseren Strombedarf, wie beispielsweise bei Gewerbekunden oder grossen Photovoltaikanlagen, sind Zähler des Messtarifs NS Wandler verbaut. Die MS Wandler wird ausschliesslich bei Industriekunden verbaut.

  • Warum hat die IB-Murten keine eigenen Kraftwerke?

    Um den grundversorgten Kunden stabile Tarife auch im derzeitigen, schwierigen Umfeld bieten zu können, wären ein oder mehrere grössere Kraftwerke nötig. Die bis jetzt in der Schweiz gängigen Kraftwerkstypen kommen für IB-Murten aufgrund der geographischen Lage oder des hohen Investitionsvolumens nicht in Frage. So investiert IB-Murten in erster Linie in den Bau von Photovoltaikanlagen im Versorgungsgebiet.

© 2026 Industrielle Betriebe Murten - Alle Rechte vorbehalten.